TRACERx MRD Ergebnisse zeigen die ultra-sensible ctDNA-Detektion von ppmSeq auf der AACR

Die Minimale Restkrankheit (MRD) bleibt ein zentrales Thema der AACR-Jahrestagung. Die wenigen verbleibenden Krebszellen im Körper nach einer Behandlung sind entscheidend, um die Wirksamkeit der Therapie und das Rückfallrisiko zu bewerten. Die Fähigkeit, diese Zellen selbst in minimalen Mengen zu erkennen, ist ein fortwährendes Ziel der Krebsforschung.
In diesem Jahr stellt das Sequenzierungsunternehmen Ultima Genomics neue Erkenntnisse zu diesem Thema vor, die auf der ppmSeq-Technologie basieren. Die Ergebnisse werden in sechs Abstracts präsentiert, darunter auch in einer Plenar-Session.
Präsentation der TRACERx MRD Daten
Ein Höhepunkt des Programms sind die ersten TRACERx MRD-Daten, die die Leistungsfähigkeit von ppmSeq im Vergleich zu ultrasensitiven maßgeschneiderten Panels hervorheben. TRACERx ist eine langfristige Studie, die zu den größten Untersuchungen zur Tumorevolution zählt und von Cancer Research UK finanziert wird. Das Programm analysiert, wie Krebs sich entwickelt, auf andere Körperteile übergreift und Resistenzen gegen Behandlungen entwickelt. Statt nur eine Biopsie zu entnehmen, nehmen die Forscher Proben aus verschiedenen Teilen des gleichen Tumors und metastatischen Regionen; das Programm umfasst die Sequenzierung von multi-regionalen und multi-time-point genetischen Daten aus über 3.200 Tumorproben von mehr als 800 Lungenkrebspatienten.
Präsentation durch Charles Swanton
Die Daten werden von Charles Swanton, FRCP, BSc, PhD, Professor am Francis Crick Institute im Vereinigten Königreich, in einer Plenar-Sitzung vorgestellt. Er wird eine frühe Validierungsstudie von ppmSeq anhand von 50 Plasmaproben präsentieren. Dabei wurden tumorspezifische Varianten aus vorhergehenden Ganzgenom-Sequenzierungen verwendet, die eine hohe analytische Sensitivität für die ctDNA-Detektion bei niedrigen Konzentrationen im einstelligen Bereich pro Million erreichten.
„TRACERx hat sich immer an den wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Tumorevolution orientiert“, sagt Swanton. „Die Verbesserung der Sensitivität der ctDNA-Detektion ist zentral für die breitere Zielsetzung der MRD-Überwachung. Eine Erweiterung der Studien auf eine breitere Patientengruppe wird uns die statistische Power und den klinischen Kontext geben, um zu bestimmen, wie die Überwachung der gesamten Genom-MRD im NHS und darüber hinaus eingesetzt werden kann.“
Daten von Partnern und Labcorp
Zusätzlich werden Daten von Kooperationspartnern auf der Konferenz präsentiert. Labcorp wird Ergebnisse aus einer unabhängigen analytischen Studie zu einem Assay vorstellen, der in Zusammenarbeit mit der ppmSeq-Technologie entwickelt wurde. Diese Analyse umfasst die Leistung über verschiedene solide Tumortypen in präoperativen, behandlungsnaiven Plasmaproben. Eine Untersuchung von 120 nicht-krebsartigen Spenderproben zeigte eine Spezifität von über 99,9%, was die Fähigkeit von ppmSeq zur genauen Unterscheidung zwischen krebsartigen und nicht-krebsartigen Proben hervorhebt und falsch positive Ergebnisse minimiert. Darüber hinaus zeigte eine Analyse von drei kommerziell erhältlichen Krebszelllinien über 13 Konzentrationsstufen von 0,5 bis 500 Teile pro Million eine Nachweisgrenze von 95 % unter 3 ppm, was die Fähigkeit des Assays zur Detektion von ultra-niedrigen Konzentrationen von zirkulierendem Tumor-DNA (ctDNA) demonstriert.
Fortschritte in der MRD-Detektion
„Lange Zeit war die Frage, ob man eine wirklich ultra-sensitive MRD-Detektion aus einem ganzheitlichen Genomansatz erzielen kann, ohne die Komplexität maßgeschneiderter Assays“, betont Gilad Almogy, PhD, CEO von Ultima Genomics. „Was diese Daten von der AACR zeigen, ist, dass die Antwort ja ist. Wir sehen, dass ppmSeq das Maß an Sensitivität liefert, das erforderlich ist, um die gesamte Genom-MRD praktisch, skalierbar und global viel einfacher umsetzbar zu machen.“
Fazit
Die neuen Ergebnisse der TRACERx-Studie und die Fortschritte der ppmSeq-Technologie stellen einen bedeutenden Schritt in der Krebsforschung dar. Die Möglichkeit, minimale Restkrankheit präzise zu überwachen, könnte die Behandlungsergebnisse für viele Patienten erheblich verbessern. Mit der kontinuierlichen Entwicklung und Validierung dieser Technologien wird die Krebsmedizin in der Zukunft noch zielgerichteter und effektiver.
- MRD bleibt ein zentrales Thema in der Krebsforschung.
- Ultima Genomics präsentiert vielversprechende Ergebnisse auf der AACR.
- ppmSeq zeigt hohe Sensitivität bei der ctDNA-Detektion.
- Die TRACERx-Studie bietet wertvolle Einblicke in die Tumorevolution.
- Fortschritte in der MRD-Überwachung könnten die Patientenversorgung revolutionieren.
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