Takeda trennt sich von Veritas In Silico und strafft Partnerschaften

Takeda setzt seine Strategie fort, Partnerschaften zu reduzieren, und beendet die Zusammenarbeit mit Veritas In Silico. Dies folgt auf die kürzliche Trennung von Denali Therapeutics und markiert einen weiteren Schritt in der Fokussierung des japanischen Pharmakonzerns.

Takeda trennt sich von Veritas In Silico und strafft Partnerschaften

Ende der Partnerschaft

Die Partnerschaft mit Veritas In Silico, die darauf abzielte, neuartige kleine Moleküle zur gezielten Ansprache von mRNA zu entwickeln, wurde offiziell am 13. April beendet. Laut einer Pressemitteilung hat die biopharmazeutische Firma erklärt, dass die Zusammenarbeit nach Gesprächen mit Takeda und VIS einvernehmlich beendet wird. Konkrete Gründe für die Beendigung wurden jedoch nicht genannt.

Trotz der Trennung werden Takeda und VIS weiterhin über potenzielle zukünftige Anwendungen der aus der Partnerschaft gewonnenen Erkenntnisse diskutieren.

Wertvolle Erkenntnisse

Ein Sprecher von Takeda äußerte sich zu den Erfahrungen aus der Zusammenarbeit und betonte, dass die rund drei Jahre gemeinsamer Forschung im Bereich der Wirkstoffentdeckung wertvolle Erkenntnisse geliefert haben. Die Trennung wurde als einvernehmlich beschrieben, was darauf hindeutet, dass beide Parteien die Entscheidung nachvollziehen können.

Rückblick auf die Zusammenarbeit

Die Kooperation zwischen Takeda und VIS begann im Juni 2023. Über die Details der Vereinbarung ist wenig bekannt, da die finanziellen Bedingungen nicht offengelegt wurden und keine spezifischen Indikationen genannt wurden, auf die sich die Forschung konzentrieren sollte.

Strategische Neuausrichtung

Takeda’s Entscheidung, sich von VIS zu trennen, fällt nur eine Woche nach der Auflösung der Partnerschaft mit Denali Therapeutics. In dieser Trennung gab Takeda die Rechte an einer Therapie für frontotemporale Demenz zurück. Diese Therapie, DNL593 genannt, befindet sich in einer Phase 1/2-Studie, die mit 40 Patienten abgeschlossen wurde.

Denali plant, DNL593 unabhängig weiterzuentwickeln, mit ersten Ergebnissen, die bis Ende des Jahres erwartet werden.

Rückzug aus der Zelltherapie

Zusätzlich zog sich Takeda im letzten Oktober aus der Entwicklung von Zelltherapien zurück, was zur Entlassung von 137 Mitarbeitern führte. Das Unternehmen suchte nach einem externen Partner, um seine Plattform zu übertragen. Im Laufe der Jahre hatte Takeda seine Fähigkeiten in der Zelltherapie ausgebaut, unter anderem durch den Erwerb von Adaptate Biotherapeutics und GammaDelta sowie durch Partnerschaften mit Immusoft und Alloy Therapeutics.

Neue Partnerschaften und Investitionen

Trotz der Reduzierung bestehender Partnerschaften hat Takeda auch neue Kooperationen geschlossen. Im gleichen Monat, in dem das Unternehmen seine Zelltherapie-Aktivitäten reduzierte, investierte es bis zu 11,4 Milliarden Dollar, um mit dem chinesischen Unternehmen Innovent an drei innovativen Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten (ADCs) für verschiedene Krebsarten zu arbeiten. Eine Woche zuvor trat Takeda eine mehrjährige Zusammenarbeit mit Nabla Bio ein, um die KI-Technologie des Unternehmens zur Erweiterung seiner frühen Pipeline zu nutzen und stellte dafür über 1 Milliarde Dollar bereit.

Fazit

Takeda verfolgt eine klare Strategie der Fokussierung, indem es weniger profitable Partnerschaften aufgibt und gleichzeitig in neue, vielversprechende Kooperationen investiert. Diese Neuausrichtung könnte dem Unternehmen helfen, Ressourcen effizienter zu nutzen und sich auf die Entwicklung innovativer Therapien zu konzentrieren.

  • Takeda beendet die Zusammenarbeit mit Veritas In Silico.
  • Die Trennung erfolgt einvernehmlich, konkrete Gründe wurden nicht genannt.
  • Takeda investiert in neue Partnerschaften, trotz der Reduzierung bestehender.
  • Die Fokussierung auf profitable Projekte könnte die Effizienz steigern.
  • Zukünftige Anwendungen der Forschungsergebnisse bleiben im Gespräch.

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